DIE CHRONIK VON .EU (dotEU)

 

1996:
Für dieses Jahr war erstmals ein Vorstoß in Richtung einer Schaffung einer eigenen europäischen Top Level Domain (".eu") angedacht worden.
2. Februar 2000:
Veröffentlichung des Arbeitspapiers der Europäischen Kommission über die "Schaffung von .eu als Internet- Bereichsname oberster Stufe"
17. März 2000:
Beendigung der ersten konkreten Diskussionsphase bei der Europäischen Kommission über. ".eu".
Ende März 2000:
EU-Gipfeltreffen von Lissabon: Hier proklamieren die Regierungschefs der Union die "eEurope Initiative" zur Verbesserung der europäischen Position im Internet gerade auch gegenüber den übermächtigen USA.

30./31. März 2000:

ICAAN-Studienkreis in Leipzig. Hochrangige Vertreter von ICANN und den Europäischen Institutionen (Kommission und Parlament) bekräftigen ihren Willen, den Weg für die Einführung von ".eu" zu ebnen.
7. April 2000:
Europäische Kommission veröffentlicht Grundsatzpapier zur Internet Governance, worin erneut und eingehend auch auf Fragen im Zusammenhang mit der Verwaltung von ccTLDs und gTLDs eingegangen wird.
14. April 2000:
Europäische Kommission veröffentlicht Zusammenfassung der, durch das Arbeitspapier vom 2.2.2000 angestossenen Diskussion rund um ".eu".
 4. Mai 2000:
Brüsseler Workshop zu ".eu" im Rahmen des sog. EC- POP (European Community - Panel of Participants in Internet Management and Organisation).
22. Mai 2000:
doteu.info geht online und bietet Vormerkungen für die neuen .eu-Domains an.

Sommer 2000:

Geplante erste interne Testphase für ".eu".
19. Oktober 2000:
Brüssel, Offizielle Sachverständigen-Anhörung zu rechtlichen und administrativen Fragen innerhalb des EC-Pop und Vorstellung der ersten Standpunkte der Kommission.
November 2000:
Los-Angeles, Jahreshauptversammlung von ICANN. Namhafte Funktionäre erklären ggü. doteu-partner, dass ICANN einer schnellen Einführung einer TLD für Europa positiv gegenübersteht. Man warte eigentlich nur auf Bewegung in Brüssel.
Januar 2001:
Brüssel, EC-Pop-meeting, erstmals formieren sich zwei Konsortien ("Co-Eur" und "EUROPOC"), welche sich jeweils um die Führung der Registerstelle für doteu bewerben möchten.
Februar 2001:
Zürich, Treffen des ICANN-Studienkreises, Richard Delmas von der EU-Kommission, stellt zeitgleiche Einführung von doteu zusammen mit der Einführung des Euro-Bargeldes am 1.1.2002 in Aussicht.
März 2001:
Erste formale Stellungnahme des juristischen Parlamentsausschusses zu doteu geht an die Kommission.
April 2001:
Brüssel / Genf / Los Angeles, Insider-Stimmen mehren sich, welche die Zulässigkeit von doteu als zweistelliger ccTLD-Code in Frage stellen. Das Gerücht um eine "abgespeckte" Einführung als ".eur" geht um.
Mai 2001:
Straßburg, Die für diesen Monat geplante Verabschiedung eines bindenden Regelwerks für doteu im Europäischen Parlament findet nicht statt.
1.-4. Juni 2001:
Stockholm, Führende ICANN-Funktionäre bekräftigen die Bereitschaft eine eigene TLD für Europa zu delegieren. Man warte immer noch auf eindeutige Signale von offizieller europäischer Stelle. Beobachter in Brüssel machen die Blockadehaltung einiger Mitgliedstaaten für die fortdauernden Verzögerungen verantwortlich.
Frühsommer 2001:
Gerüchten zufolge, ergibt ein Gespräch zwischen dem zuständigen Kommissar, Erkki Liikanen und dem Chef von ICANN, dass doteu wie ursprünglich geplant als zweistellige ccTLD, nämlich ".eu" eingeführt werden kann.
27. Juni 2001:
Brüssel, Erster offizieller Standpunkt des Rates zum Regelwerk für "doteu" verabschiedet und an das Parlament weitergeleitet.
4. Juli 2001:
Straßburg, Erste Lesung im Europäischen Parlament
Spätsommer 2001:
Es wird deutlich, dass mitgliedstaatliche Bedenken, den endlich gefundenen gemeinsamen Nenner auf europäischer Institutionsebene weiter bremsen.
11. September 2001:
New-York / Washington / Brüssel, Die Ereignisse dieses Tages lenken die Interessen zwischenzeitlich stark weg von einer zügigen Weiterverfolgung des Projekt "doteu". Geplante Ausschusssitzungen zum Thema werden kurzfristig abgesagt.
27. September 2001:
Brüssel, EC-Pop-meeting, mittlerweile fünf Interessengruppen formulieren ihre Standpunkte. Höchst kontroverse Diskussionen bringen das Treffen an den Rande des Scheiterns. Die überwiegende Mehrzahl der Teilnehmer kritisiert die Blockadehaltung vor allem von französischer und spanischer Seite.
27. September 2001:
London / Brüssel, Dr. Willie-Black Führungsmitglied von CENTR (der Vereinigung der europäischen ccTLD-Verwalter) und von Nominet, der britischen Registry, stellt im Namen von EUROPOC die Planungen für eine Bewerbung um die Führung der Registry für doteu vor.
5. Oktober 2001:
Paris, EUREG eine Initiative des staatlichen französischen ccTLD-Verwalters AFNIC, präsentiert ihr Roh-Konzept zur Führung der Registry für doteu.
6. November 2001:
Brüssel, förmlicher sogenannter "Gemeinsamer Standpunkt" von Kommission und Rat.
12.-15. November 2001:
Los Angeles, Jahreshauptversammlung von ICANN, am Rande der Konferenz gewinnt EUROPOC weitere Unterstützung aus ganz Europa, darunter Dänemark, Norwegen, Schweden, Belgien, Norwegen, Italien, Spanien und Finnland, so dass zusammen mit den Initiatoren (aus Irland und Großbritannien) eine Initiative auf breiter europäischer Basis aufgestellt entstehen kann.
16. November 2001:
Straßburg, Zweite Lesung im Europäischen Parlament.
Dezember 2001:
Brüssel / Straßburg, Die noch vor dem 11. September für Anfang Dezember angesetzte Verabschiedung des juristischen Rahmenwerks wird auf Frühjahr 2002 verlegt.
14.-18. Januar 2002:
Amsterdam, Im Rahmen eines Treffens des RIPE, dem technischen Verwalter sämtlicher IP-Nummern für Europa, bietet EUROPOC dem Vertreter von EUREG einen Direktoriumsposten an, um gemeinsam eine schnelle Einführung für doteu zu bewerkstelligen, jener lehnt ab.
16. Januar 2002:
Amsterdam, EUROPOC begrüßt nunmehr auch Vertreter aus Griechenland, den Niederlanden, Frankreich, Deutschland, Österreich und Portugal in seinen Reihen, welche teils als Direktoren und teils als Berater zur Verfcügung stehen.
17. Januar 2002:
Brüssel/Amsterdam, die ausarbeitende Beamtin stellt den Zeitplan für das weiteres Vorgehen und das Bieterverfahren vor.
24. Januar 2002:
Straßburg, Das Regelwerk für doteu passiert den zuständigen Ausschuss des Parlaments
1./2. Februar 2002:
Salzburg, ICANN-Studienkreistreffen
20. Februar 2002: Paris, geplantes Treffen von EUROPOC
Ende Februar 2002: Eu-Minister für Telekommunikation beschließen die Einführung der ".eu". Der Ausschuss für Industrie, Außenhandel, Forschung und Energie des europäischen Rates bestätigt die Verordnung zur Einführung der ".eu"; das Prinzip "first come, first served!" muss jedoch noch integriert werden. Eine dritte Lesung der Verodnung wird notwendig.
März 2002: Straßburg/ Brüssel, endgültige Verabschiedung der juristischen Grundlage für "dotEU" ("Regulation")
August/September 2002:
Offizielle Ausschreibung (Call of Interest)
20. September 2002:
Open Information Day für die Bewerber
25. Oktober 2002:
Fristende für Bewerbungen. Open Information Day für die Bewerber in Brüssel
Frühjahr 2003:
Nach Vertragsabschluß ICANN-Delegation der TLD an die Registry
22. Mai 2003:
Vergabe der .eu-Registry an das belgische Konsortium EURid
Juli 2003:
Vertragsverhandlungen mit dem obsiegenden Bewerber für den Aufbau der Registry
Mai 2004:
Die VERORDNUNG (EG) Nr. 874/2004 DER KOMMISSION vom 28. April 2004 zur Festlegung von allgemeinen Regeln für die Durchführung und die Funktionen der Domäne oberster Stufe ".eu" und der allgemeinen Grundregeln für die Registrierung wird veröffentlicht
Oktober 2004:
Vertragsunterzeichnung zwischen EU-Kommission und Verwaltungsstelle EURid
März 2005:
Vertragsunterzeichnung zwischen ICANN und EURid
März 2005:
PricewaterhouseCoopers wird "Validation Agent" in der Sunrise Period
28. April 2005:
Eintrag von .eu in den Rootserver
Juni 2005:
Beginn der Akkreditierung von Registraren
Anfang September 2005:
Veröffentlichung der Vergaberegelungen für dotEU „Rule-Book“ (geplant)
1. Dezember 2005:
Sunrise Period 1 für Markeninhaber und Behörden (geplant)
1. Februar 2006:
Sunrise Periode 2 für Eigennamen, Firmennamen, sonstige Rechte,..
7. April 2006:
Beginn Real Time Registrierungen „für alle“

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